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Wann: Am 06.Juli von 18:00- 20:00 Uhr
Wo: Im Rosencafé der Begegnungstätte, In den Rosenäckern 11, 38116 Braunschweig
Zu Gast haben wir: Frau B. Plauschin von B.Braun und Melsungen AG mit einer Produktvorstellung
Wer kann teilnehmen: Jeder, der sich über das Leben mit einem Stoma informieren möchte.
Wir freuen uns auf Eure Teilnahme in unserem Forum und an den Gruppentreffen!
LG der Webmaster & das Team der Stoma~Selbsthilfe Braunschweig!
Kontakt:Carsten Gebhardt,Tel.: +49(0)159/ 01507450 o. per Mail: kontakt(at)stoma-selbsthilfe-bs.de.
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Diätetik


Eine gesunde Verdauung ist der Grundstein für ein gut funktionierendes Immunsystem. Wenn aber Teile des Darmes fehlen, ist darauf zu achten, dass genügend Energie, Vitamine und Mineralstoffe zu sich genommen werden. Sollten es keine Verdauungsprobleme geben bzw. vorhanden sein, kann eine Ernährung durch leichte Vollkost die optimale Lösung sein.

 

Für die unterschiedlichen Verdauungsprobleme von Stomaträgern-/innen, gibt es spezielle Ernährungsvorschläge aus der Diätologie:

 

leichte Vollkost eine vollwertige, ausgewogene Ernährungsweise
Kolektomie operative Entfernung des gesamten Dickdarms oder nur eine Teilentfernung 
Kurzdarmsyndrom operative Entfernung (Resektion) oder das angeborene Fehlen großer Teile vom Dünndarm 
Divertikulitis  Ausstülpungen der Schleimhaut (Divertikel) 
Colon irritabile  Funktionsstörung des Verdauungstraktes (Reizdarmsyndrom). Ist der Dickdarm betroffen spricht man häufig von Colon irritabile
Chronische Obstipation   chronische Verstopfung

 

 


 

Leichte Vollkost
Die leichte Vollkost (früher auch Schonkost oder gastroenterologische Basisdiät genannt) ist eine Ernärhungsform, mit der man keinen direkten therapeutischen Effekt erzielen kann. Die aber zu einer Entlastung einzelner Verdauungsorgane, oder des gesamten Stoffwechselgeschehens beitragen soll. Mit dem Ziel, die Vermeidung von Unverträglichkeiten, und das verhindern von möglichen Beschwerden wie Durchfall, Völlegefühl, Schmerzen, Druck, Übelkeit, die bei Erkrankungen im Verdauungsbereich auftreten können. Generell gilt aber: Alles was vertragen wird, ist auch erlaubt!

 

Die Anforderungen an die leichte Vollkost: Es sollten Leicht verdauliche und nicht blähende Speisen bevorzugt werden. Auf Vollwertigkeit, in Bezug auf Nährstoffe, Wirkstoffe und Energie achten. Fette mit hohem Anteil an ungesättigten Fettsäuren, und leicht verdauliche Fette ( wie z.B. Butter) verwenden.

 

Zubereitung:
- Speisen frisch und fettarm herstellen
- Fettarm Kochen: Dünsten, Kochen, Dämpfen, Garen in Folie und Römertopf
- Fette nicht stark erhitzen (keine starken Röstprodukte)
- Speisen durchgaren
- Milder Kaffee, kein Alkohol, sowie Getränke mit wenig Kohlensäure, und Obsäfte nur verdünnt
- Auf individuelle Unverträglichkeit achten

 

Geeignete und weniger geeignete Lebensmittel im Rahmen einer leichten Vollkost:

 

 

 

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Kolektomie

Eine Kolektomie (bzw. totale Kolektomie) ist die operative Entfernung des gesamten Dickdarms (Kolons), oder die Entfernung eines Dickdarmteils, meistens mit Anlegen eines Anus praeter, am Dünndarm (Ileostomie), oder einer Verbindung (Anastomose) des Dünndarms mit dem Mastdarm (Ileoanostomie), mit oder ohne Anlage eines Reservoirs (ileoanaler Pouch), der Mastdarm bleibt dann blind verschlossen erhalten. Die nicht vollständige Entfernung des Dickdarms, bezeichnet man als subtotale Kolektomie.

 

Das Ziel der Ernährungstherapie bei der Ileostomie, ist der Wasserverlust und der Mineralstoffverlust zu vermeiden. Da keine Diät einen Einfluß auf die Stuhlkonsistenz hat. Bei der Colostomie, kann eine normale Stuhlbeschaffenheit erreicht werden, dagegen bleibt bei der Ileostomie die Stuhlkonsistenz wässrig-dünnflüssig. In der Anpassungsphase wirkt sich der Einsatz von stopfenden Lebensmitteln wie Kartoffeln, Reis, Haferflocken, Bananen positiv aus. Quellende Lebensmittel, und flüssigkeitsbindende Präparate wie Pektine erweisen sich hier als sehr hilfreich. Der Flüssigkeitsverlust sollte nicht ausschließlich durch Fruchtsäfte in unverdünnter Form gedeckt werden. Säfte werden besser vertragen, wenn diese mit Haferschleim, Reisschleim, Leinsamenschleim, Flohsamen angedickt werden.

 

Ernährungsstrategie:
Der Flüssigkeitsbedarf liegt bei ca. 3L pro Tag. Als Richtwert für eine ausreichende Aufnahme gilt eine Urinmenge von mindestens 1 Liter pro Tag. Eine Kochsalzaufnahme von 6-9 g pro Tag wird empfohlen. Hier bei helfen gesalzene Fleisch- und Gemüsebrühen, die gleichzeitig die Flüssigkeitsaufnahme günstig beeinflussen. Der empfohlene Ballaststoffanteil liegt unter 30 g pro Tag, auch eine ballaststoffarme Ernährung mit weniger als 20 g pro Tag ist je nach Situation erforderlich. Stomareizende Lebensmittel, sowie faserreiche Lebensmittel sind zu vermeiden, um Hautirritationen am Stoma, oder dessen Verstopfung zu verhindern. Das führen eines Ernährungstagebuches oder ein "Beschwerdenprotokoll" kann hier sehr hilfereich sein.

 

Vermieden werden sollte: Alkohol, Koffein, Nikotin, zu wenig Ballaststoffe.

 

 

Bitte beachtet , dass Unverträglichkeiten individuell sehr unterschiedlich sind, und fragt bei Unklarheiten Eure(n) Arzt/Ärztin oder eine(n) Ernährungsberater(in)!

 

 

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Kurzdarmsyndrom

Das Kurzdarmsyndrom (engl. short bowel syndrome) bezeichnet ein Krankheitsbild, das durch die operative *Entfernung (Resektion) oder das angeborene Fehlen großer Teile des Dünndarms entsteht. Wie stark die Verdauungsprobleme ausgeprägt sind, richtet sich nach dem Ausmaß der Resektion also wieviel Darm entfernt wurde und nach dem Bereich, also welcher Teil  des Darms entfernt wurde. Mögliche Beschwerden treten oftmals dann auf, wenn aus dem oberen Bereich Dünndarmabschnitte entfernt wurde. Zum oberen Abschnitt zählen der *Zwölffingerdarm (Duodenum), und der *Leerdarm (Jejunum), der untere Abschnitt wird als *Krummdarm (Ileum) bezeichnet. In jedem dieser Darmabschnitte findet eine Nährstoffaufnahme statt. So werden im ersten Abschnitt alle wasserlösliche Vitamine, Mineralien, Spurenelemente, und  Aminosäuren (Eiweiße) aufgenommen, und im letzten Abschnitt das Vitamin B12, die Fette, fettlösliche Vitamine sowie die Gallensäuren. Wobei der Verlust, des ersten Darmabschnitts oftmals zu viel größeren Problemen führt als Verlust der letzteren Dünndarmteile. Zu Problemen muß es nicht immer kommen, da es nach einiger Zeit  häufig zu einem Ausgleich in den verbliebenen Dünndarmteilen kommt. Sind weniger als <25-30% des Dünndarms verbleiben, spricht man in der medizin von einem Kurzdarm. Bei einem gesunden Erwachsenen beträgt die normale Dünndarmlänge ca. 4-6m, bei einem Kurzdarm weniger als < 1,5m.

 

Ernährungsstrategie:

Die Ernährung bei einem Kurzdarmsyndrom ist  davon abhängig, wie viel rest Darm und welcher Darmabschnitt entfernt wurde. Eine weiterer Faktor der eine Rolle spielt ist, wie viel Zeit seit der Operation vergangen ist: Denn unser  Darm ist in der Lage, sich bis zu einem gewissen Grad, eben über die Zeit an die neue Situation anzupassen.


 Nahrungsmittel die geeignet sind:

- Bevorzugt eiweißreiche Lebensmittel wie Fisch, Fleisch, Ei, Milch- und Milchprodukte. Denn Eiweiß ist notwendig, um Infekte zu vermeiden, und Wundheilungsstörungen vorzubeugen, die Muskeln zu erhalten und die Organfunktionen zu unterstützen.
- Esst Geflügel, Kalb und mageres Rind- oder Schweinefleisch.
- Geeignete und gute eiweißreiche Milchprodukte sind Quark oder fettarmer Käse.
- Zusätzlich könnt Ihr auch mit Eiweißpulver eure Speisen anreichern.
- Um den Energiegehalt zu erhöhen, ist Maltodextrin geeignet um die übeliche Nahrung damit anzureichern.



Nahrungsmitte die Probleme bereiten können:

Verzichtet am besten auf: Hülsenfrüchte, Gurken, Pilze, Kohlsorten, frisch gebackenes Brot, frittierte Speisen, säurehaltige Lebensmittel, kohlensäurehaltige Getränke, frischen Salat, zu viel Rohkost, Tomaten, Blumenkohl, Brokkoli, Kohlrabi, Erbsen und grüne Bohnen.



Trinkverhalten:
- Achtet auf eine ausreichende Flüssigkeits- und Mineralstoffzufuhr, bei einem Kurzdarmsyndrom, besonders dann wenn Ihr durch Durchfälle einen hohe Flüssigkeitsverluste erlitten habt.
- Gut geeignet sind z.B. isotone Sportlergetränke (z.B. Oralpädon), Saftschorlen mit einem Mischungsverhältnis von 1/3 Saft und 2/3 Wasser sowie gesüßter Tee mit einer Prise Salz.
- Zu süße Getränke mit hohen Zuckeranteil können die Durchfälle verstärken.
- Ihr selbst könnt Testen , ob Ihr ausreichend mit Flüssigkeit aufgenommen habt. In dem Ihr eure tägliche Urinmenge kontrolliert. Es sollten mindestens 1 Liter Urin ausgeschieden werden. Seid ihr unsicher sind, dann sammelt und messt  einfach den Urin über 24 Stunden.



Fragt bei Unklarheiten Eure(n) Arzt/Ärztin oder eine(n) Ernährungsberater(in)! Am besten ist es, vorher mit Ihnen alle Maßnahmen abzusprechen!


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Divertikulitis
Die Divertikulitis ist eine Erkrankung des Dickdarmes, bei der sich in Ausstülpungen der Schleimhaut *(Divertikel) eine Entzündung bildet. Das gehäufte Vorkommen solcher Ausstülpungen heißt Divertikulose und ist die Vorstufe der Divertikulitis. In 95% der Fälle, ist das *Colon sigmoideum davon betroffen (Sigmadivertikulitis– auch als „Linksseiten-Appendizitis“ bezeichnet). Bei einem Prozent der Betroffenen kann eine Divertikulitis im *Colon transversum, in zwei Prozent der Fälle im Blindarm *(Caecum) und im *Colon ascendens auftreten. Meistens handelt es sich bei den Sigmadivertikeln um sogenannte Pseudodivertikel, d. h. das sich die Darmschleimhaut durch Lücken der muskulären Wand stülpt.

 

Häufigkeit: Eine Divertikelbildung im Dickdarm ist in den westlichen Industrieländern sehr häufig. Sie nimmt mit steigendem Alter zu, wobei Sie bei den  unter   soll allerdings das Gegenteil gelten), also durch den vermehrten Verzehr von rotem Fleisch sowie eine mangelhafte körperliche Aktivität.Wohingegen eine vegetarische Ernährung das Risiko an einer  Divertikulitis zu erkranken, deutlich sinken soll.Etwa 12 - 25% der Menschen, bei denen der Darm Divertikel ausgebildet hat, erkranken an einer Divertikulitis.

 

Oft machen die Divertikel keine Beschwerden. In einigen Fällen mit Divertikulitis kann es zu:

- Bauchschmerzen, am häufigsten im linken Unterbauch (daher auch *Linksseiten-Appendizitis)
- Bauchkrämpfen
- Durchfälle oder sonstigen Veränderungen der Stuhlgewohnheiten
- Ev. zu Blutabgängen

 

Eine akute Divertikulitis (Entzündung) kann diese  Beschwerden verursachen:

- Starke Bauchschmerzen, vor allem im linken Unterbauch
- Schüttelfrost, Fieber
- Reduziertes Allgemeinbefinden
- Im Verlauf kann es zu einer Bauchfellentzündung kommen


* Unter der Appendizitis wird die Entzündung des Wurmfortsatzes vom Bilddarm verstanden. Im deutschsprachigem Raum wird das Krankheitsbild  in unkorrekterweise als Blinddarmentzündung bezeichnet. Denn ist der Blinddarm (das Caecum) tatsächlich entzündet, so spricht der Mediziner von einer Typhlitis.

 

Behandlung und Therapiestrategie

Bei leichten Beschwerden der Divertikulose kann mit einer Diätanpassung, Stuhlregulation (faserreiche Kost, Quellmittel) entgegen Gewirkt werden. Im Bedrafsfall braucht es krampflösende Medikamente. In ganz seltenen Fällen ist eine Op notwendig. Die Divertikulitis (Entzündung) kann bei leichten Fällen auch ambulant behandelt werden:
- Antibiotika
- Einschränkung der Nahrungszufuhr
- Medikamente zur Aufweichung des Stuhls


Der schwere Verlauf muss im Krankenhaus behandelt werden:
- Antibiotika und künstliche Ernährung per Infusion

In schweren Fällen und einem Verdacht auf Durchbruch (Perforation ), Darmverschluss (Ileus), bei nicht stillbaren Blutungen ist eine Operatiion notwendig. Bei Fistelbildung (Eitergang) wird eine Operation nötig. Dabei wird der betroffene Darmabschnitt entfernt.



Ernährungs Tipps:

- Esst mehr Obst und Gemüse: Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt hier täglich fünf Portionen („5 am Tag“)
- Greift auf Vollkornprodukten wie Vollkornbrot, Körnerbrötchen und Vollkornnudeln zurück. Bevorzugt diesen vor Weißmehlprodukten (z. B. helle Brötchen oder helles Toast)
- Esst weniger Fleisch:
Einmal pro Woche empfiehlt hier die DGE
- Lieber mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt zu euch nehmen
- Vermeidet dabei üppige und schwere Mahlzeiten
- Trinkt ausreichend, empfohlen werden 2L Wasser pro Tag, sofern aus medizinischen Sicht nichts dagegen spricht.



Bitte beachtet , dass Unverträglichkeiten individuell sehr unterschiedlich sind, und fragt bei Unklarheiten Eure(n) Arzt/Ärztin oder eine(n) Ernährungsberater(in)!

 

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Reizdarmsyndrom-Reizcolon, Reizdarm
Synonyme: RDS, IBS (Irritable Bowel Syndrome), Colica mucosa, Colitis spastica, Colon irritabile

 

Beschreibung:
Im Allgemeinen wird unter einem Reizdarm eine Funktionsstörung des Verdauungstraktes verstanden. Wenn besonders der Dickdarm (lat: Colon) betroffen ist, spricht der Mediziner oft von Colon irritabile, Colitis mucosa, Colonneurose, Irritables Colon oder chronisch-spastischem Colon. Bei einem Reizdarm können diese Störungen sich nicht nur auf den Dickdarm (Colon) beschränken, sondern können auch in anderen Verdauungsorganen (z.B. im Dünndarm) nachweisbar auftreten. Es wird im folgenden, wegen der Einfachheit stets der Begriff des Reizdarms angewandt.

 

Symptomatik: Die Symptome, die auf einen Reizdarm deuten können, können unterschiedlich, und auch sehr wechselhaft sein, was widerrum zur folge hat, das die Diagnosestellung erschwert wird. 

 

Die häufigsten Symptome sind:


- Stuhlunregelmäßigkeiten  (im Wechsel zwischen Verstopfung und Durchfall)
- Gärungsstühle
- Blähungen
- Völlegefühl
- Unverträglichkeiten von Speisen und Nahrungsmitteln
- Schmerzen (oft krampfartig) im Bereich des Dickdamverlaufs, meist sogar auch Stunden nach den Mahlzeiten und/oder in Stresssituationen
- Schleimabgang beim Absetzen des Stuhls, teilweise auch reine Schleimstühle

 

Da ein Reizdarm oft die gleichen Beschwerden aufweist wie andere ernsthafte-/ & chronischen Darmerkrankungen, z.B. Divertikulose, Divertikulitis, Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn. Denn erst wenn alles ausgeschlossen werden kann, darf die Diagnose eines Reizkolons gestellt werde oder man kann auch sagen das es immer eine Auschlußdiagonse ist der Colon irritabile. Es können auch belastende Untersuchungen (z.B. eine Koloskopie) im Vorfeld notwendig sein, denn je kürzer die Vorgeschichte ist, und je älter der Betroffene ist, umso unwahrscheinlicher ist ein Reizdarm (Colon irritabile)

 

Da die Ursachen, die zu einer Entstehun eines Reizdarms führen, nicht eindeutig klar sind, was widerum die Diagnosestellung und eine Therapie erschwert. In Fackkreisen werden aber über Folgende Ursachen und/oder Krankheitsauslöser diskutiert:
- ballaststoffarme Ernährung
- Nahrungsmittelintoleranz: Häufig lösen bestimmte Nahrungsmittel Beschwerden aus bzw. verstärken diese.
- Stress: Eine weitere mögliche Ursache wird in der Stresstoleranz bzw. dem Ausmaß von Stress im Alltag gesehen.
- Seelische Konfliktsituationen


Ernährungsstrategie:  Hier hilft euch das Führen eines Trink-/ bzw. Ernährungstagebuch weiter, und bringt euch dem  Auslöser der Symptome ein Stück näher. So könnte ein Ernährungstagebuch aussehen:

 

 Tabelle

Wenn ihr das dann über einen sehr langen Zeitraum so Aufgeschrieben habt, nehmt Ihr es dann besten, mit zu Eurem Arzt und sprecht mit ihm darüber.

 

Empfehlungen die hilfreich sein können:
- Kaffee
- alkoholische Getränke
- Milchprodukte, sowie Frischmilch
- rohes Obst

- Zitrusfrüchte
- Apfel- und Birnensaft
- diätetische Lebensmittel, die Sorbit oder andere Zuckeralkohole als Süßungsmittel enthalten
- fettreiche Speisen
- und unregelmäßige einnahme der Mahlzeiten

 

Bitte beachtet , dass Unverträglichkeiten individuell sehr unterschiedlich sind, und fragt bei Unklarheiten Eure(n) Arzt/Ärztin oder eine(n) Ernährungsberater(in)!

 

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Chronische Obstipation (Verstopfung)

 

Beschreibung:
Zu den Zivilisationskrankheiten gehört auch die hronische Stuhlverstopfung (Obstipation). Besonders oft tritt Sie in den westlichen Industrieländern auf.Aber auch breits im alten Ägypten sowie im Mittelalter kannte man Verdauungsstörungen und wurden nachweislich beschrieben. In medizinischen Schriften aus jener Zeit sowie in Literatur und Kunst findet man zahlreiche Hinweise auf Obstipation (lat. ob, „zu“, „entgegen“ und stipare, „vollstopfen“, „dicht zusammendrängen“, aber auch obstipatio, „das Gedrängtsein“). Als Verstopfung bezeichnet man, eine erschwerte und sehr seltene (Darmentleerung). In Deutschland leiden ca. 30-60% der Einwohner unter einer Obstipation, davon sind knapp 75%  Frauen.

Die Obstipation lässt sich in verschiedene Arten unterteilen:

 

Zum ersten in den Verlauf also in eine

  1. akute Obstipation
  2. chronische Obstipation

 

Zum zweiten nach dem Darmabschnitt der es ausgelöst hat

  1. kologene Obstipation
  2. anorektale Obstipation

 
Zum dritten nach der Ursache in

  1. Reise Obstipation
  2. diabetische Obstipation
  3. idiopathische Obstipation

 

Sie ist damit  häufigste Art der Verstopfung. Das Chronisch bedeutet, Sie  existiert bereits über einen längeren Zeitraum (gemeint ist die Verstopfung). Viele Patienten-/innen haben sich einfach damit abgefunden, nehmen roftmals abführende Medikamente ein und machen sich kaum weitere Gedanken darüber, der genauen Ursache nachzugehen. Wichtig: Abführmittel - sollten wenn überhaupt - nur bei einer akuten Obstipation eingenommen werden. Und unter ständiger ärztlicher Aufsicht! Da mögliche Komplikationenbei  dauerhaft eingenommener "sanfter" Abführhilfen verheerend sein können.

 

Ernährungstipps

Eine gesunde und gute ballaststoffreiche sowie ausgewogene Ernährung ist die wesentliche Voraussetzung für eine optimale Verdauung. Aber Vollwertig sollte es dabei schon sein. Gebt Vollkornprodukten nach Möglichkeitden den Vorzug, da sie reich an Ballaststoffen sind. Tauscht Weißmehlprodukte wie helle Brötchen, Toast, helle Nudeln, geschälten Reis, Misch- und Weißbrot gegen Vollkornprodukte und Müsli aus. Aber Achtung: Vollkorn in kombination mit Zucker - verträgt nicht jeder, und oftmals sind die Folgen schmerzhafte Blähungen.


Dabei gilt so natürlich wie möglich zu sein. D.h. das Ihr  die Nahrungsmittel möglichst in ihrer natürlichen Form verzehrt und diese möglichst wenig be- und verarbeiten werden sollten, da nur so gewährleistet ist, dass die natürlichen Inhaltstoffe (wie z.B. Ballaststoffe, Vitamine) weitgehend erhalten bleiben. Beispielsweise: Pellkartoffeln statt Kartoffelpuffer, Rohkost oder Frischobst essen anstelle von Saft trinken.


Fettarm, heißt aber nicht fettfrei zubreiten und Kochen. Die Mehrheit spart nit dem Fett am falschen Ende und lassen das gute, und auch Wertvolle Öl am Salat weg, und schauen dann bei Chips, Wurst vor allem aber beim Käse nicht mehr so genau hin. Dabei wäre es Richtig: Sonnenblumenöl, Olivenöl für Salat und Gemüse zu verwenden und eben die tierischen fette wie (Wurst, Käse etc.) gegen fettarme zutauschen. Gut so ganz ohne Fett kann unser Darm auch nicht leben bzw. arbeiten, hier heißt es aber: Fett in Maßen und wenn dann das richtig (pflanzliche) Fett!


Esst nach Möglichkeit mehr pflanzliche Kost. Denn die Basis einer gesunden Ernährung sollten immer pflanzliche Nahrungsmittel wie Getreideprodukte, Kartoffeln, Hülsenfrüchte (z.B. Erbsen), Obst, Gemnüse und der Salat sein. Am besten satt Essen an diesen Lebensmitteln, da wir dadurch nicht nur die Hauptnährstoffe in einem ausgeglichenem Verhältnis zu uns nehemen, sondern zu gleich  auch ausreichend Ballaststoffe aufnehmen. Denn in Fleisch und Co ist zwar wertvolles tierische Eiweiß  enthalten, aber meistens auch sehr viel Fett und Ballststoffe schon garnicht, für alle jene die das glaubten, dass es so sei. Wer also unter Verstofungen leidet, sich gesund ernähren möchte, der sollte Fleisch, Wurst & Co. nur gelegentlich und dann möglichst nur in kleinen Mengen essen.


Nehmt nach Möglichkeit reichlich Flüssigkeit zu euch, also viel Trinken. Denn oftmals ist die mangelnde Flüssigkeitszufuhr, der Auslöser für eine Verstopfung.Insbesondere  der Darm braucht genügend Flüssigkeit für sein Verdauungs- und Ausscheidetätigkeit! Täglich 2L Flüssigkeit sollten es werden. Ihr könnt Mineralwasser, Kräuter- und Früchtetee, Saftschorle trinken. Beachten aber dabei: Das sich nicht mit coffeinhaltigen Getränken wie Kaffee oder Schwarztee und Alkohol ( ja Bier auch!)  der Flüssigkeitsbedarf des Körpers abdecken lässt, weil sie harntreibende Eigenschaften haben. Verwendet mehr Gewürze, Kräuter & Co. Seit aber auch sparsam mit Salz. Stattdessen lieber viele mehr frische Kräuter nehmen, da sie u.a. auch Inhaltsstoffe enthalten, die die Verdauung fördern können. Selbst die Gewürze wie Anis, Fenchel, Koriander und/oder Kümmel sind gut für unsere Verdauung und regen diese an.

 

Bitte beachtet , dass Unverträglichkeiten individuell sehr unterschiedlich sind, und fragt bei Unklarheiten Eure(n) Arzt/Ärztin oder eine(n) Ernährungsberater(in)!

 

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